Rhinologie / Vordere Schädelbasis

Allgemeine Rhinologie und Rhinochirurgie

Die Rhinologie befasst sich mit den Erkrankungen und Verletzungen sowie Fehlbildungen der Nase und der Nasennebenhöhlen. Im Zuge neuer minimal-invasiver Techniken wird hierzu auch die vordere und zentrale Schädelbasis hinzugezählt.

Die entzündlichen Erkrankungen, zu welchen zum Beispiel die chronischen Nebenhöhlenentzündungen (Chronische Rhinosinusitis, Nasenpolypen) und Allergien gezählt werden, gehören neben der Verkrümmung der Nasenscheidewand zu den häufigsten Diagnosen im Bereich der Rhinologie. Oftmals werden hier lokale medikamentöse Therapien (lokale Kortisonsprays), gefolgt von operativen Eingriffen therapeutisch eingesetzt. Zur Kernkompetenz der Rhinochirurgie gehören auch die endoskopischen Eingriffe (Schlüssellochchirurgie) an den Nasennebenhöhlen, welche ohne sichtbare Narben zu hinterlassen auch ausgedehnte Operationen ermöglichen. Patienten mit solchen Erkrankungen werden in unserer rhinologischen Sprechstunde mit dem Einsatz modernster Endoskope und Funktionsdiagnostik unter der Leitung von Prof. Holzmann und seinem Team betreut.

Septo-Rhinoplastik

Neben einer verkrümmten Nasenscheidewand bedürfen Veränderungen der äusseren Nase, welche beispielsweise nach Unfällen auftreten können, oftmals einer chirurgischen Behandlung. Eine operative Begradigung der Nasenscheidewand und Veränderungen an der äusseren Nase (sogenannte Septo-Rhinoplastik) werden als Standardeingriffe durch das Team der Rhinologie angeboten. In ausgewählten Fällen sowie bei Wunsch nach alleinig kosmetischer Veränderung der äusseren Nase und des Gesichtes steht zur Beratung eine spezielle, kombinierte Sprechstunde unter der Leitung der Rhinologie und Plastischen Chirurgie zur Verfügung (Rhinoplastische Sprechstunde).

Geruch und Geschmack

Der Geruchs- und Geschmackssinn entstehen vornehmlich in der Nase und an der Schleimhaut der Zunge. Störungen dieser sehr wichtigen Sinneswahrnehmungen sind glücklicherweise selten, können aber z.B. durch Unfälle oder entzündliche Erkrankungen ausgelöst werden. Dies kann dann bei Betroffenen zu einer Einschränkung der Lebensqualität führen. Um solche Störungen genau abzuklären, können Patientinnen und Patienten in eine speziell hierfür eingerichtete Geruchs- und Geschmacks-Sprechstunde angemeldet werden.

Korrektur von abstehenden Ohren

Auch die Korrektur von abstehenden Ohren (Ohranlegeplastik) und anderen Fehlbildungen des äusseren Ohres gehört zu den Kompetenzen der plastisch-ästhetischen Gesichtschirurgie und wird vom Team der Rhinologie durchgeführt. Hierzu werden gängige, sehr erprobte und international etablierte Techniken verwendet. Ziel ist hier ein möglichst natürliches Erscheinungsbild. Ohranlegeplastiken können sowohl in Narkose als auch in lokaler Betäubung zu sehr attraktiven Preisen angeboten werden.

Schädelbasis und Tumorchirurgie

Gutartige und bösartige Neubildungen (Hautkrebs) im Bereich der Kopf- und Gesichtshaut gehören zusammen mit den Tumoren der Nase und Nasennebenhöhlen sowie der Schädelbasis ebenfalls zu einem Schwerpunkt der Rhinologie und Rhinochirurgie. Unter Einbezug eines erfahrenen Teams und interdisziplinärer Zusammenarbeit (Tumorboards) werden auch ausgedehnte Befunde behandelt.

Erkrankungen, welche das Gehirn betreffen, werden interdiziplinär zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen der Neurochirurgie betreut und behandelt. Hierzu gehört auch der Einsatz modernster und schweiz- und europaweit einzigartiger Technologien, wie dem intraoperativen MRI. Für Patienten mit solchen Erkrankungen steht eine gesonderte Rhino-Neurochirurgische Spezialsprechstunde zur Verfügung.

Notfälle

Nasenbluten gehört zu den häufigsten Notfällen in der Ohren-, Nasen- und Halsheilkunde. Die Behandlung des Nasenblutens ist teilweise aufwändig und bedarf in schwerwiegenden Fällen sogar einer Hospitalisation. Als Kompetenzzentrum in Sachen Behandlung und Erforschung dieser Erkrankung, legen wir besonderen Wert auf eine möglichst schonende Behandlung des Nasenblutens. Hierzu gehört auch die chirurgische Blutstillung mit seiner sehr hohen Erfolgsquote.

Verschluss von Löchern in der Nasentrennwand

Ein Loch in der Nasentrennwand (Septumperforationen) ist häufig asymptomatisch. Gelegentlich gehen diese Erkrankungen mit Problemen wie Pfeifen beim Atmen, Verkrustungen und Nasenbluten einher. Dann muss über die Möglichkeit eines operativen Verschlusses diskutiert werden. Noch vor wenigen Jahren war diese anspruchsvolle Operation mit häufigem Wiederauftreten von Löchern vergesellschaftet. Dank einer neuartigen und ebenfalls erprobten Technik ist es uns nun möglich Septumperforationen mittels speziellem „Eigenimplantat“ aus Muskelhaut dauerhaft und mit geringer Wiederauftretungsquote zu verschliessen.

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Auskunft und Anmeldung